CVJM-Leipzig
Spruch des Tages
 
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BlindGif
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Riesig großer Gruß von dem Mädchen aus anderer Welt!

Ich komme aus Kiew, aus der Stadt, der mehr als 1.500 Jahre alt ist. Ich bin ein bisschen jünger.

Hier ist mein kurzes Dossier:

Nationalität: Ukrainerin und ich bin stolz darauf

Alter: immer 17

Bildung: Internationale Wirtschaftbeziehungen in der Kiew Nationale Wirtschaftsuniversität (mir gefällt die Wirtschaftswissenschaft und alles was mit Sie verbunden ist)

Religion: Orthodox

Hobby: Sport, Sport, Sport!! Ich kann tanzen 24 Stunden pro Tag (Salsa, Latino, Tribal); Capoeira (Brasilianischer Kampftanz); Reiten, Rafting, Billiard und alle aktive Arten von Sport; Theater, Reisen, singen (meine Stimme klingt im Badezimmer am besten)

Lieblingsspeise: Mamas Borschtsch (Rote Suppe)

Frauen dürfen nicht denken deswegen denke ich sehr selten ;)

Ich genieße das Leben in vollen Zügen, nehme alle positive Möglichkeiten vom Leben. Mir gefällt helfen (absolut kostenlos) und Ziele erreichen.

Ich wünsche dir viel Spass heute!

Marina

Die Ukraine

Vorteile

Ich bin jetzt hier und meine Familie ist hunderte Kilometer von hier entfernt. Sie ist nicht so groß, aber für mich ist die beste.  Ich liebe meine Mutti, Schwester, Opa, Oma, Kusine und Ihre Familie. Wir unterstützen einander, egal welche Probleme vorkommen können.

Meine „zweite“ Familie sind meine Freunde. Das sind die Leute, die ich „Freunde“ und nicht „Bekannte“ nennen kann. Ich kann mich immer auf sie verlassen und in allen Situationen. Das sind meine Freunde, die ich noch von Kind, aus meinen Studienjahren, aus der Bank, wo ich arbeitete kenne. Wir haben viele gemeinsame Interessen, gerade bei den Salsa, Capoeira Kursen, habe ich einige meine Freunde kennengelernt.

Die Ukraine hat eine wunderbare Natur: Wälder, Felde, Flüssen, Seen und das Schwarze Meer.

Kiew ist meine Heimatstadt. die ist mehr als 1800 Jahre alt! Erst hat was zu erzählen. Ich liebe Kiewer Einwohner und unsere Architektur.

Wie andere Volker haben wir auch einige Schwäche und negative Charaktereigenschaften wie Feigheit, fehlende Bereitschaft für eigene Rechte zu kämpfen, manchmal auch übermäßiger Alkoholkonsum. Die positiven Eigenschaften überwiegen doch! Wir sind sehr Gastfreundlich, aufrichtig, hilfsbereit, großzügig, wir mögen und können gut kochen und feiern.

Kiewer Unterhaltungssphäre bietet eine große Reihe von Aktivitäten an. Ich bin zum Capoeira und Tanzkurs gegangen, habe kostenlos einen Pferdstall besucht und meiner Freundin  bei der Tierpflege geholfen. Ich hatte die Möglichkeit, zu beliebiger Zeit Sport zu treiben (ich musste dafür auch nicht viel bezahlen).

Mein Diplom ist anerkannt.

Nachteile

Ukraine ist ein sehr korrumpiertes Land. Man kann alles erledigen nur mit dem Geld oder durch gesetzwidrige Handlungen. Unsere Regierung trifft meistens Entscheidungen, die negativ auf ukrainische Wirtschaft wirken.

In der Ukraine fühlte ich mich nicht geschützt und berücksichtigt. Ich musste auf 2 Arbeiten schuften und dabei konnte ich mir sowieso sehr wenig leisten. Ohne Bekanntschaften, reiche Eltern oder einflussreichen Ehemann hat man ganz wenige Chancen erfolgreich zu werden.

Die soziale Sphäre ist sehr schwach entwickelt. Der Stadt hilft wenig bedürftigen Leuten.

Deutschland

Vorteile

Meine Arbeit gefällt mir sehr. Ich fühle, dass ich viel Nutzen den Menschen bringe.

Leipzig finde ich auch besonders wunderschön.

Deutschland uns deine Gesetze, Regeln und Lebensordnung hätte ich auch für mein Heimatland gewünscht.

Zum ersten Mal habe ich mich hier wie ein normaler Mensch gefühlt, dessen Bedürfnisse und Ideen berücksichtigt werden.

Mir gefällt die Tatsache, dass Deutsche für die Behalten der Natur stehen.

Ich respektiere das deutsche Volk für Fleiß, Arbeitsamkeit, Behalten der Regeln, Exaktheit

Meine neue Familie sind Kollegen aus CVJM, deutsch und russischsprachige Freunde. Ich halte es für das Glück, dass ich solche Leute getroffen habe.

Nachteile

Als ich erst angekommen bin, schien es für mich, dass ich den größte Fehler in meinem Leben begangen habe – ich habe gezeigt meine Selbständigkeit. Mit der Zeit habe ich gelernt, selbstständig meine Probleme lösen.  Als ich zum Zahnarzt auf Zittauer Straße zum üblichen Präventionsbesuch gegangen bin, hat er sich total unprofessionell benommen. Er erzählte mir viele erschreckende Geschichte über Probleme mit Zähnen, ohne Detaile zu erklären. Er hat mir einen großen Loch im Zahn gemacht (dafür hat er keine ärztliche Handschuhe benutzt). Am nächsten Tag bekam ich so einenschreklichen Zahnschmerz und am Sonntag bin ich vor Schmerz mit Tränen in den Augen aufgewacht. Mein Gesicht hat weh getan. Auf meine Bitte zu helfen hat mir mein Nachbarn einen Ratschlag gegeben, „einen Notfallartzt selbst zu finden“. Ich hatte keinen anderen Ausweg und musste bei der Kälte (das war schon ende November) zu einer anderen Ärztin gehen, obwohl mein Nachbarn ein eigenes Auto hat). Die Ärztin hat wenig geholfen und es ist noch schlimmer geworden. Meine zweite Operation wurde mir in einer anderen Klinik gemacht. Mein Gesicht war nicht mehr dem normalen Menschen ähnlich: geschwollen und blau. Ich hatte jede Hoffnung aufgegeben und nichts mehr gewollt. Diese 2 Tage waren für mich die schrecklichsten weil ich ganz alleine das alles überstehen musste. Meine Familie war so weit entfernt von mir und die Leute, auf die ich mich verlassen habe, haben mir leider in dieser Zeit nicht geholfen. Nach 2 Tagen wurde ich „berücksichtigt“, aber die schlimmste Zeit war schon vorbei. Die erste seelische Hilfe habe ich von einem Arzt bekommen, der mir eine Tasse Tee mit Zucker angeboten hat und danach eine Rechnung für 150 Euro gegeben).

Meine Familie und Freunde habe ich schon 8 Monate nicht gesehen. Sport zu treiben ist hier ziemlich teuer für mich. Ich muss viel Geld sparen wegen der Probleme mit der Gesundheit und wegen des Deutschkurses, den ich besuche, um meine deutsche Kenntnisse zu vervollständigen und zu verbessern.

Schulclub

Ich schätze den Schulclub sehr, er ist ein Teil von mir. Meiner Meinung nach, gefällt er mir darum, weil Norbert und ich das Leben der Schüler ein bisschen bunter machen. Was kann besser sein als der Club, wo die Stimmung des abgequälten Schüler aufgehellt ist? Wo kann man Hilfe mit den Hausaufgaben bekommen? Wo kann man zu viert Kicker und Uno spielen? Die Antwort ist klar. Besser als der gegenwärtiger Club in der 16. MS ist nur der zukünftige Club in 16. MS in neuen größeren Zimmer mit neuen Spielen.

Wenn viele Kinder dabei sind, habe ich genau so viel Spaß, als wäre fast niemand da. Manchmal entstehen auch Konflikte. Die lösen wir leicht. Wenn das passiert, bin ich stolz mit mir, dass ich ein Wirtschaftler von Beruf, solche genialen pädagogischen Methoden benutzt habe J.

Natürlich bausche ich bisschen auf, aber wer nicht glaubt, dass die 16. MS und ihr Schulclub  eine positive Atmosphäre haben, kann sich im Schulclub bei einer Tasse Cappuccino davon überzeugen lassen. Herzlich Willkommen!